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  • Dorferneuerung und Baukultur; Staatspreis 2019

    • Erstellungsdatum: 30.10.2019
Das denkmalgeschütztes Waidlerhaus, Gemeinde Zachendorf, Lkr. Regen, bleibt als einzigartiges Zeugnis der niederbayerischen Baukultur erhalten. Die Instandsetzung des kleinbäuerlichen Anwesens, das in das Jahr 1821 datiert werden kann, ist ein bedeutender Beitrag für den Fortbestand der regionalen Bauform des Waidlerhauses. Mit der Umnutzung des denkmalgeschützten Kleinbauernhauses in ein Gemeindehaus für junge und alte Bürger wurde ein Treffpunkt geschaffen, der die Lebensqualität im Ortskern erhöht und identitätsstiftend wirkt – ganz im Sinne der Innenentwicklung. Die Bausubstanz des denkmalgeschützten Kleinbauernhauses befand sich nach über 50 Jahren Leerstand in einem desolaten Zustand. Deshalb musste zunächst die Statik der tragenden Konstruktionen sichergestellt werden.

Die aus aufgeschichteten Feldsteinen bestehenden Fundamente wurden instandgesetzt und die durch den teilweisen Einsturz fehlenden Fassadenteile der südlichen Außenwand ergänzt. Schadhafte Holzteile in der Bohlenbalkendecke wurden ersetzt.

Um das Gebäude für Veranstaltungen nutzen zu können, wurden im Erdgeschoss eine neue Teeküche und Sanitäranlagen eingebaut. Im Obergeschoss befindet sich jetzt ein Veranstaltungsraum, von dem aus man auf den Giebelschrot gelangt. Die Gemeinde ersetzte die schadhafte einläufige Treppe im Fletz durch eine zeitgemäße Stahltreppe mit Eichenholzauftritten. Heizung, Sanitär- und Elektroanlagen wurden nach den heutigen Maßstäben erneuert. Das Waidlerhaus wird von der Dorfgemeinschaft für Familienfeiern, Vorträge, Stammtische, Versammlungen, Kinder- und Jugendgruppen sowie für Liederabende genutzt.


Bauherr: Gemeinde Zachenberg
Architekt: Architekturbüro Günther Naumann, Regensburg
Dorferneuerung Zachenberg, Lkr. Regen

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