Dorferneuerung und Baukultur; Staatspreis 2019

Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus in der Gemeinde Hallerndorf, Landkreis Forchheim, wird zum attraktiven Treffpunkt für Jung und Alt. Mit der Sanierung des historischen Gemeindehauses wurde nicht nur ein ortsbildprägendes und identitätsstiftendes Gebäude revitalisiert, sondern es wurden auch wichtige soziale und kulturelle Belange der Bevölkerung berücksichtigt. Das gemeinsame Planen und Handeln von Bürgern und Gemeindeverwaltung sichert damit ein wichtiges Zeugnis regionaler Baukultur und trägt wesentlich zur Innenentwicklung von Pautzfeld bei.

26.11.2019

Im Jahr 1749 mitten im Ortskern als Gemeindehaus erbaut, ist das Fachwerkgebäude mit massivem Erdgeschoss und Walmdach heute eines der ältesten Gebäude der Region. Unternutzung und teilweiser Leerstand führten zu Schädigungen im Mauerwerk, am Tragwerk und am Dach. Die Idee, das Gebäude für wenig Geld an private Interessenten abzugeben, stand deshalb lange Zeit zur Diskussion. Erst die Gründung des Dorfgemeinschaftsvereins, der zusicherte, den laufenden Betrieb zu finanzieren, führte zum Entschluss der Gemeinde, das Gebäude für die Dorfgemeinschaft zu erhalten.

Die Sanierung erfolgte denkmalgerecht, sodass nur wenige Bauteile ersetzt wurden. Für die Fassaden einschließlich der Fenster und Türen wurden vorwiegend natürliche und regionale Baustoffe verwendet. Beispielhaft ist neben dem Umgang mit den alten Baumaterialien die Beibehaltung der ruhigen Dachlandschaft ohne störende Aufbauten. Mit dem Dorfgemeinschaftshaus wurde ein Ort zur Bereicherung der gemeinschaftlichen Aktivitäten geschaffen, der die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Pautzfeld erheblich verbessert.

Bauherr: Gemeinde Hallerndorf
Architekt: Architekturbüro Jürgen Schönfelder, Hausen
Dorferneuerung Pautzfeld, Lkr. Forchheim

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