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  • Ein Blick in die kommunale Praxis zeigt: Innenentwicklung lohnt sich!

    • Erstellungsdatum: 08.08.2019
Ergebnisse aus zehn Jahren aktiver Innenentwicklung im Oberen Werntal
Baulücken im Ort und leerstehende Gebäude nutzen – vor der Bebauung auf der grünen Wiese. Seit 2008 setzten die zehn Kommunen der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal in Unterfranken konsequent auf Innenentwicklung. Eine aktuelle Evaluierung ergab: Das Ziel der Kommunen wurde eindeutig erreicht! Das Verhältnis der Innen- zur Außenentwicklung für die Allianzgemeinden insgesamt liegt bei 8:1.
Der Erfolg der Innenentwicklung kann sich sehen lassen und lohnt sich auch finanziell für alle.

  • Mehr als ein Drittel der erfassten Innenentwicklungspotenziale – 1139 von 3360 Objekten – werden wiedergenutzt,
  • 50 Hektar Neuausweisungen im Außenbereich konnten vermieden werden,
  • damit wurde die Herstellung von jeweils 11 bis 14 km Straße, Kanalisation, Stromleitungen und Wasserleitungen ebenfalls vermieden,
  • dies hat die Gebührenzahler/-innen vor einer Mitfinanzierung von infrastrukturellen Mehraufwendungen in Höhe von etwa 4,1 Mio. € in den kommenden 20 Jahren bewahrt,
  • zugleich konnten im gleichen Zeitraum etwa 270 Leerstände vermieden werden.
(Ergebnisse der Studie „Evaluierung der Innenentwicklungsaktivitäten in der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal“ von Baader Konzept GmbH / Gertz Gutsche Rümenapp, 2019, Seite 50)

2008 verabschiedeten alle zehn Kommunen der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal einen Grundsatzbeschluss zur Innenentwicklung, die sogenannte „Oerlenbacher Erklärung“. Sie verpflichteten sich darin unter anderem zum Vorrang der baulichen Innenentwicklung vor Außenentwicklung durch Neuausweisungen, zur Aktivierung innerörtlicher Baulandpotenziale, zur Fortschreibung der Flächenmanagement-Datenbank sowie zur jährlichen Berichterstattung über aktivierte Potenziale. In dieser Selbstverpflichtung sehen die kommunalen Entscheidungsträger zehn Jahre später ein zentrales Instrument für die Erfolge der Innenentwicklung.

Die Evaluierung der Innenentwicklungsaktivitäten zeigt, dass die Interkommunale Allianz Oberes Werntal in den vergangenen Jahren viele verschiedene Maßnahmen konsequent durchführte, um die Innenentwicklung voranzutreiben. Das eingesetzte Instrumentarium reicht von Öffentlichkeitsarbeit für verschiedene Zielgruppen über gemeinsame Modellprojekte, die kostenlose Bauberatung bis zum Einsatz „traditioneller“ Umsetzungsinstrumente der Innenentwicklung wie Dorferneuerung und Städtebauförderung.

Voraussetzung für die Innenentwicklung und die vorgestellte Erfolgsbilanz ist die flächendeckende Erfassung der Innenentwicklungspotenziale mittels der Flächenmanagement-Datenbank. Ein Bürgermeister meint: „Die Grundlagenarbeit gehört natürlich auch dazu. Innenentwicklungspotenziale müssen flächendeckend erfasst und fortgeschrieben werden. Das kann wie im Oberen Werntal mit der Flächenmanagement-Datenbank und in Hinblick auf Daseinsvorsorgeaspekte mit dem Vitalitäts-Check erfolgen.“

Die Ergebnisse der Studie können in dem angehängtem PDF heruntergeladen werden.

Rückfragen zur Studie:
Interkommunale Allianz Oberes Werntal
1. Bgm. Arthur Arnold / Allianzmanagerin Eva Braksiek
Rathausplatz 1
97502 Euerbach
E-Mail: info@oberes-werntal.de
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