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  • Hofheimer Allianz - Integration von Zugezogenen

    • Erstellungsdatum: 09.04.2019
    • Regierungsbezirk:
      Unterfranken
Seit Sommer 2016 widmet sich die Gemeinde-Allianz im Hofheimer Land im Rahmen eines Pilotprojektes der nachhaltigen Integration von Migranten. Dazu wurde eien Kontaktstelle eingerichtet. Schwerpunkte sind zunächst die Vermittlung von Arbeitsstellen und geeignetem Wohnraum sowie Mobilitätslösungen. Durch passgenaue Unterstützung soll die Entscheidung für ein Leben auf dem Land möglichst leicht gemacht und somit der Zuzug von Neubürgern nachhaltig gefördert werden. Auf der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle und Wohnraum im Hofheimer Land werden neben Menschen mit Fluchthintergrund inzwischen auch Neubürgerinnen und Neubürger aus EU-Staaten und weltweit unterstützt. Die Beratung findet in der Regel auf Deutsch statt, bei Bedarf und nach Möglichkeit gerne auch in anderen Sprachen.
Die Kontaktstelle bietet:
- Übersicht über aktuell freien Wohnraum, in Miete oder zum Verkauf
- Aktive Unterstützung bei der passgenauen Job- und Ausbildungssuche im Hofheimer Land
- Informationen zu Deutschsprachkursen, kulturellen und sportlichen Angeboten vor Ort, lokalen Busverbindungen
- Unterstützung bei weiteren Fragestellungen und Vermittlung an zuständige Ansprechpartner
- Einbindung in lokale Veranstaltungen und Schaffung neuer Angebote sozialen Zusammenkommens für die Lokalbevölkerung
- Beratung in Deutsch und anderen Sprachen
Geflüchtete als Neubürger
Mehrere Jahre nach ihrer Ankunft im Hofheimer Raum haben mittlerweile etwa 120 Neubürger mit Fluchthintergrund ihren Lebensmittelpunkt in Hofheim und Umgebung gefunden und können sich auch vorstellen, längerfristig auf dem Land zu wohnen, v.a. wenn sie
- passenden Wohnraum
- eine zufriedenstellende Beschäftigung und
- Unterstützung durch Ehrenamtliche und öffentliche Stellen
- bzw. Freundschaften vor Ort gefunden haben,
- einen Führerschein und ein Auto besitzen
- und, wo vorhanden, die Kinder gut integriert sind.

Entscheidend für den Erfolg vor Ort ist die Zusammenarbeit und der intensive Austausch von öffentlichen Strukturen, Hauptamt und Ehrenamt, die im Idealfall eine intensive, direkte, persönliche und erfolgsorientierte Betreuung und Beratung der Geflüchteten zur Folge haben, soweit und solange dies gewünscht wird.

Job-Matching

Eine entscheidende Rolle bei der Arbeitsvermittlung spielt die personelle Passung von Bewerbern. Die Vermittlung findet deshalb schrittweise statt: Ein erstes Kennenlernen von Vermittlerin und Bewerber/in hat das Ziel, Fähigkeiten, grundlegende Bedingungen (wie Wohnortnähe, mögliche Arbeitszeiten oder gesundheitliche Einschränkungen) und Wünsche in Bezug auf eine Arbeitsaufnahme abzuklären. Infolge des Erstgespräches kontaktiert die Vermittlungsstelle in Frage kommende Betriebe vor Ort, um abzuklären, ob Interesse an dem Bewerber besteht. Fällt die Antwort positiv aus, wird ein erstes Vorstellungsgespräch zum persönlichen Kennenlernen vereinbart. Im Regelfall findet daraufhin ein Praktikum statt, um herauszufinden, ob Bewerber und Firma im Arbeitsalltag zueinander passen. Entscheiden sich die Beteiligten für eine weitere Zusammenarbeit, kommt es zum Vertragsabschluss. Sowie der Bewerbungsprozess als auch die Einarbeitungszeit werden im Regelfall, soweit gewünscht, von der Koordinationsstelle begleitet, die für Anliegen aller Beteiligten auch weiterhin als Ansprechpartnerin fungiert.
Bisher konnten alle Neubürger mit Fluchthintergrund, die bereit waren, in die Arbeitswelt vor Ort einzusteigen und die entsprechende Grundlagen und Motivation mitbrachten, in Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Zusätzlich konnten Bewerber aus dem Umland der Gemeindeallianz weitere, noch offen stehende Arbeits- und Ausbildungsstellen besetzen. Zahlreiche ortsansässige Firmen haben in Neubürgern mit Flucht- oder Migrationshintergrund fähige Arbeitskräfte gefunden. Viele Verantwortliche im Personalbereich signalisieren: „Uns ist es egal, woher der neue Mitarbeiter kommt- Hauptsache, er passt ins Team.“
Die Nachfrage nach motivierten Arbeitskräften bei den Betrieben im Hofheimer Land hält an- vor allem im Bäcker- und Metzgerhandwerk, im Gartenbau, in der Gastronomie, im Holz- und Metallbereich, auf dem Bau und in der Produktion fehlen hier und da (Fach-)Personal und Azubis.

Ihre Ansprechpartnerin:

Kerstin Brückner
Kontaktstelle für Neubürger
Interkommunales Bürgerzentrum
Marktplatz 1, 1.OG
97461 Hofheim i.UFr.

Tel.: 09523/50337-25
Kerstin.brueckner@hofheimer-land.de


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