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  • Spatenstich für Hochwasserschutz in Gailsbach

    Hochwasserschutz

    • Erstellungsdatum: 26.06.2018
    • Regierungsbezirk:
      Oberpfalz


Mit dem Spatenstich von Staatsministerin Michaela Kaniber startet offiziell der Bau von Hochwasserrückhaltebecken in Gailsbach im Landkreis Regensburg. Die geplanten drei Hochwasserrückhaltebecken verfügen über 26 400 m³ Einstauvolumen. In den zwei Sedimentationsanlagen werden der abgeschwemmte Humus und Schlamm von den Bächen zurückgehalten. Zusätzlich wird mit der Umgestaltung des Gittinger Bachs der ökogische Zustand verbessert und ein weiterer Wasserrückhalt gefördert. Das Projekt wird im Rahmen der Flurneuordnung und Dorferneuerung mit rund 1,7 Millionen Euro gefördert, betonte Ministerin Michaela Kaniber.
Für die Bayerische Verwaltung für Ländliche Entwicklung sind die Themen Hochwasserschutz und Wasserrückhalt nicht neu. Seit vielen Jahren begleiten wir die Gemeinden mit zahlreichen Projekten und der Initiative boden:ständig. Boden:ständig ist einer unserer besten Trümpfe, wenn es um effektiven Boden- und Gewässerschutz geht. Das erkennen immer mehr Gemeinden! Das boden:ständig-Netzwerk wächst beständig. Auch hier in der Oberpfalz haben wir inzwischen sieben Projektgebiete und zwei weitere sind in Vorbereitung.
Die Initiative bietet zum einen die Beratung der Landwirte zu produktionstechnischen Maßnahmen wie Zwischenfruchtanbau, Fruchtfolgemaßnahmen, Mulch- oder Direktsaat. Zum anderen entwickeln die beteiligten Akteure auch bauliche Lösungsansätze, die das Oberflächenwasser und den wertvollen Boden in der Fläche zurückhalten. Es sind einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, die mit möglichst geringem Verbrauch landwirtschaftlicher Fläche zum Erfolg führen.
Ein besonderes Beispiel hier im Landkreis Regensburg, ist das boden:ständig-Projekt Tal der Großen Laber. Mit Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes Regensburg, der das boden:ständig-Projekt betreut, hat die Gemeinde Pfakofen den Landkreis Regensburg als Partner gewinnen können. Der Landkreis muss für den geplanten neuen Kreisbauhof Ausgleichsflächen schaffen. Die Gemeinde hat durch den vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz durchgeführten „Freiwilligen Landtausch“ Flächen erworben, die sie für Rückhaltemaßnahmen nutzen will. Diese Flächen stellt die Gemeinde dem Landkreis zur Verfügung, der seinerseits im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen die Retentionsflächen errichtet. Somit haben alle gewonnen, auch die Landwirtschaft, die keine zusätzlichen Flächen verliert.

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