Umweltschonend und nachhaltig mit heißem Wasser gegen Unkraut

Die drei Kommunen der Allianz Fränkischer Süden Giebelstadt, Kirchheim und Bütthard rücken diesem zukünftig gemeinsam mit einem umweltschonenden Heißwassergerät auf den Leib. Dabei werden drei Punkte miteinander verknüpft: Umweltschutz, Nachhaltigkeit und die interkommunale Zusammenarbeit.

09.04.2019

Regierungsbezirk: Unterfranken

Dem Unkraut ein Schnippchen schlagen. Das ist eine Aufgabe, die alljährlich vor allem auf die Bauhofmitarbeiter der Kommunen zukommt. Nicht nur der Zeitaufwand, sondern auch die Kosten sind hoch, denn die Geräteleihe ist teuer. Um sich Kosten zu sparen, effektiv und wirtschaftlich zu handeln, haben sich die Kommunen Giebelstadt, Kirchheim und Bütthard zusammengetan und ein Heißwassergerät zur Unkrautbekämpfung beschafft. Eine Einweisung für die Mitarbeiter der drei Bauhöfe ist erfolgt, der Hänger zugelassen und somit kam das Gerät noch am gleichen Tag der Einweisung durch die Her-stellerfirma Heatweed Technologies in Kirchheim zum Einsatz. Künftig wird das Gerät seine Basis im Bauhof des Marktes Giebelstadt haben und von dort aus reihum in den drei Gemeinden zum Einsatz kommen. Die Koordinierung und organisatorische Abwicklung erfolgt ebenfalls durch den Bauhof in Giebelstadt.

Die Systemlösung, für die sich die kooperierenden Kommunen entschieden haben, ist modular aufgebaut und besteht aus unterschiedlichen Aufsätzen und einem Trailer, der den Tank beherbergt. Der Tank fasst 200 Liter, ist besonders gut gedämmt, sodass sich die Lautstärke beim Arbeitseinsatz auf ein Minimum reduzieren lässt. 200 Liter mag nach verhältnisweise wenig klingen, wenn man bedenkt, dass es Modelle mit einem Fassungsvermögen von mehr als doppelt so viel Litern gibt. Das „Leichtgewicht“ hat aber den Vorteil, dass es problemlos von einem Pkw zum Einsatzort gezogen werden kann. Nicht nur dem Unkraut wird mit der Gerätschaft ein Schnippchen geschlagen, sondern neben der Unkrautbekämpfung können zum Beispiel Hauswände von Graffiti befreit werden.

Das Besondere an dem Verfahren ist, dass Heißwasser über eine höhere Wärmeleitfähigkeit als Dampf und Heißluft verfügt. Zunächst sind circa vier Behandlungen des Unkrauts pro Jahr mit dieser Methode nötig, jedoch wird das Wurzelwerk des ungewollten Aufwuchses von Beginn an nach und nach so sehr geschwächt, dass ein Nachwachsen der Pflanze somit gehemmt wird. „Diese Heißwassermethode ist umweltschonend und nachhaltig.“, erklärt Bürgermeister Björn Jungbauer (Gemeinde Kirchheim), und betont, dass die interkommunale Zusammenarbeit, die hier gelebt wird, einen dritten wesentlichen Pfeiler dieser Beschaffungsmaßnahme bildet.

Auch die Managerin der Allianz Fränkischer Süden, Kira Schmitz, freut sich, dass die Gemeinden nach der Zusammenlegung der Standesämter auch im Rahmen gemeinsamer Beschaffungsmaßnahmen interkommunal und über die Grenzen der Verwaltungsgemeinschaften hinaus denken und ist sich sicher, dass das nicht das letzte Mal der Fall gewesen sein wird.

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