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Wärmewende im ländlichen Raum

Verlegung eines Nahwärmenetzes

Nahwärme kann auch im ländlichen Raum eine Option sein
© Nahwärme Gössenheim eG

Über die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland wird als Wärme verbraucht. Dazu zählen Raum- und Prozesswärme sowie die Warmwasserbereitung. Trotzdem denken viele bei „Energiewende“ zunächst an Strom aus Windkraft oder Photovoltaik. Doch Kommunen, Bürgerinnen und Bürger können zugleich eine Wärmewende einleiten.

Die günstigste und klimafreundlichste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird. Deshalb gilt es auch bei der Wärme, den Verbrauch zu reduzieren und Energie effizient zu nutzen. Online finden sich zahlreiche Tipps für Privatpersonen, wie man seinen Wärmebedarf drosseln kann – vom Senken der Raumtemperatur bis zum Stoßlüften. Daneben spielt die Dämmung von Gebäuden eine wichtige Rolle, wobei möglichst auf nachwachsende, regionale Dämmstoffe gesetzt werden sollte.

Wer die Möglichkeit hat, seine Öl- oder Gasheizung zu ersetzen, dem stehen einige Alternativen zur Verfügung. Durch größere Entfernungen zwischen Häusern in ländlichen Regionen dominieren dort vor allem dezentrale Technologien wie Solarthermie, Pelletheizungen oder Wärmepumpen. Mit einer Wärmepumpe können aus Luft- oder Erdwärme aus einer Kilowattstunde Strom bis zu vier bis fünf Kilowattstunden Wärme erzeugt werden.

Doch auch Wärmenetze können sich im ländlichen Raum lohnen. So können ganze Ortschaften oder einige wenige Häuser an Nahwärmenetze angeschlossen werden. Als Energieträger kommt neben Biomasse auch Abwärme in Frage. Eine solche gemeinschaftliche Wärmeversorgung ist nicht nur gut für’s Klima, sondern kann die Dorfgemeinschaft stärken und die Abhängigkeit von Energieimporten senken.
Beispiele für eine gelungene Wärmewende finden Sie bei den Klimachancen, etwa das Energiedorf Mausdorf in Mittelfranken oder die Nahwärme-Genossenschaft Gössenheim in Unterfranken.

14.04.2022

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