Projektansicht
  • Auerbergland - Ein Land mit schöner (Zukunfts-) Aussicht

    Ein Land mit schöner (Zukunfts-) Aussicht)

Kurzporträt

1993 haben sich zunächst 8 Gemeinden rund um den Auerberg zu einer regionalen Landentwicklung zusammengeschlossen, um über Verwaltungsgrenzen hinweg gemeinsam den Kultur- und Naturraum zu entwickeln. Die Entwicklung der Region sollte im Sinne von ökonomischen, ökologischen und sozial-kulturellen Zielsetzungen stattfinden. Dabei ging es um die Verbesserung der Lebensqualität durch die Inwertsetzung des natürlichen und kulturellen Potentials. Das Auerbergland liegt zwischen den Mittelzentren Füssen, Marktoberdorf und Schongau. Die voralpine Landschaft ist bäuerlich geprägt und besteht aus einer Mischung von Wald- und Grünland, Seen und Moorflächen sowie Moränen und Todeisflächen. Die Region verfügt über ein hohes toursitisches Potential.

Der Verein Auerbergland e.V. hat inzwischen 14 Mitgliedgemeinden aus den Landkreisen Landsberg, Weilheim-Schongau (Oberbayern) und dem Ostallgäu (Schwaben). Die Einwohnerzahl beträgt ca. 23.500 Menschen
Grundlage der Zusammenarbeit ist die gemeinsam erarbeitete und immer wieder überprüfte Strategie mit den Handlungsschwerpunkten Infrastruktur und Innenentwicklung, Lebensqualität und Wirtschaft, Bürgerkultur, Integration und soziales Leben sowie Energie und Ressourcen. Über verschiedene Förderprogramme (Dorferneuerung, Leader) könnten verschiedene Maßnahmen finanziert werden.
Das Entwicklungskonzept wurde 2015 evaluiert und in ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) weitergeführt. Das Auerbergland mit ihren 14 Gemeinden ist inzwischen eine anerkannte ILE. Unter dem Motto „ Ein Land mit schönen Zukunftsaussichten stellt sich die Region den künftigen Herausforderungen.

Meilensteine

1992 begann einer der ersten interkommunalen Entwicklungsprozesse in Bayern als Pilotprojekt der Verwaltung für Ländliche Entwicklung. Der Leitsatz „GEMEINSAM ZUM WOHLE ALLER FÜR EIN SCHÖNES LEBEN“ wurde in der Schule der Dorf- und Landentwicklung Thierhaupten mit Kommunalpolitikern und Fachleuten entwickelt.

Weitere Meilensteine:
  • Anordnung von Verfahren der Dorf- und Flurentwicklung in allen Gemeinden; Abstimmung der Landschaftspläne und weiterer Planungsziele für die interkommunale Zusammenarbeit
  • Aufbau einer Organisationsstruktur und eines Managements
  • Entwicklung einer kooperativen regionalen Land- und Forstwirtschaft (Aufbau von Direkt- und Regionalvermarktungskonzepten, Bau eines bäuerlichen Schlachthauses in Burggen, Aufbau von Kooperationen zwischen Landwirten und Gastwirten, Entwicklung einer Produktliste „Natürlich aus dem Auerbergland“
  • Entwicklung von gemeinsamen Fremdenverkehrs- und Erholungskonzepten, Anlage von Erlebniswegen für Radfahrer und Wanderer; Vergabe von Qualitätssiegeln für Beherbergungsbetriebe usw.
  • Vernetzung heimatkundlicher Museen und Sammlungen: Flössermuseum in Lechbruck und Dorfmuseum in Roßhaupten und das Auerbergmuseum in Bernbeuren
  • Entwicklung regionaltypischer und zukunftsorientierter Gewerbe-, Dienstleistungs-, Handels- und Handwerkszweige; alle zwei Jahre stattfindende Gewerbeschau, Forcierung des Breitbandausbaus
  • Entwicklung nachhaltiger, umweltschonender Energie-, Ver- und Entsorgungs- und Verkehrssysteme, Breitbandausbau
  • Kooperation mit dem Verein Aktionsgruppe VIA CLAUDIA AUGUSTA, dem Landkreis Ostallgäu und länderübergreifende Zusammenarbeit mit der Regionalentwicklung Ausserfern, Tirol sowie dem Werdenberg, Kanton St. Gallen, Schweiz; Kunstausstellungen mit Beteiligung der Partner aus Italien und Österreich
  • Anerkennung als LAG Auerbergland bzw. als lokale Aktionsgruppe
  • Installation eines gemeinsamen Internet-Datenpools und des Schulnetzes Auerbergland sowie einheitliche Portalwebseiten
  • Gemeinsames Hochwasserschutzkonzept (Flurneuordung)
  • Entwicklung eines Handlungsleitfadens zur Bewältigung des demographischen Wandels
  • Laufende Evaluierung der Projekte (2015)
  • Vitalitätscheck in allen Gemeinden(2016)
  • Fortschreibung von Leitbild, Entwicklungszielen, Handlungsfeldern und Projekten; Anerkennung als ILE (2016)
  • Öffentliche Anerkennung: Europäischer Dorferneuerungspreis 2003

Resümee

Auerbergland nutzt seit Jahren erfolgreich die Instrumente des strategischen Managements. Auf den Erfahrungen der Interkommunalen Zusammenarbeit im Auerbergland konnte das Programm der Integrierten Ländlichen Entwicklung aufgebaut werden. Grundlage für den Erfolg war das an der Schule für Dorf- und Landentwicklung gemeinsam erarbeitete Leitbild aus Vision, Entwicklungszielen und den daran orientierten Handlungsfeldern. Die Bürgerbeteiligung ist und war immer ein Markenzeichen und ein Erfolgsgarant.
Der Steuerkreis Auerbergland, das Management und eine gute Öffentlichkeitsarbeit sorgten für ein positives Image und gute Entwicklungsansätze. Die Umsetzung vieler Projekte konnte aus dem europäischen Förderprogramm LEADER abgewickelt werden. Viele positive Effekte einer erhöhten Wertschöpfung in den Handlungsfeldern (Tourismus, Ortsentwicklung, Wirtschaft) sind erkennbar. Das Netzwerk Auerbergland ist überregional bekannt und Vorbild für viele interkommunale Entwicklungsprojekte. Mit der ILE erfolgt eine neue Aufbruchsstimmung in der Region und öffnet sich neuen Themen z.B. dem Wandel der Wohnformen

Ansprechpartner

Auerbergland e.V., Martin Hinterbrandner, 1. Bürgermeister und Gemeinschaftsvorsitzender der VGem. Bernbeuren
Marktplatz 4
86975 Bernbeuren

Telefon: 08860-8121
info@auerbergland.de

Geschäftsführung und Umsetzungsbegleitung:
Reinhard Walk
Weberweg 9
87672 Roßhaupten

Tel: 08367 9139024
info@walkmanagement.de
http://www.auerbergland.de/Ansprechpartner.15192.0.html

Kernthema: Interkommunale Zusammenarbeit

Das Auerbergland ist als Modellprojekt “Regionale Landentwicklung“ 1992 gestartet. Die interkommunale Zusammenarbeit existierte seit knapp 25 Jahren.

Ziele & Visionen von Bürgern und Gemeinden
  • Entwicklung von Fremdenverkehrs- und Erholungskonzepten
  • Einsatz projektorientierter Dorf- und Landentwicklung
  • Entwicklung regionaltypischer und zukunftsorientierter Gewerbe-, Dienstleistungs-, Handels- und Handwerkszweige
  • Stärkung einer kooperativen regionalen Land- und Forstwirtschaft
  • Förderung der Eigenart und Attraktivität von Landschaft und Kultur
  • Entwicklung nachhaltiger, umweltschonender Energie-, Ver- und Entsorgungs- und Verkehrssysteme
  • Förderung von Innovationsbereitschaft und Qualifizierung
  • Entwicklung des sozialen Gefüges und des Ehrenamtes
Besondere Maßnahmen und Aktivitäten
  • Interkommunal einheitliches GIS-System zur Koordination von Planungsgrundlagen
  • Entwicklung eines Schulnetzwerks
  • Einrichtung thematischer Dorfmuseen, Aufbau eines Museumsverbundes, Ausbildung von Kulturführern
  • Tourismus- und Bürgerinformationszentrum, Dorf- und Bürgerhäuser
  • Regionale Gewerbeschau
  • Servicenetzwerk für Handwerksbetriebe
  • Standortmarketinganalyse
  • Schaffung von touristischen Attraktionen (Kletterhalle, Badeplätze, Reitanlage)
  • Gemeinsames Hochwasserschutzkonzept
  • Gemeinde Rad- und Wanderregion, Konzeption von Themenwege
  • Energieanalysen
  • Schaffung neuer Einkommensquellen für die Landwirtschaft; Vermarktung regionaler Produkte
  • Aufbau einer Kinderbetreuung, Eröffnung eines Mehrgenerationenhauses
Erfolg

In der Region Auerbergland wurden die Kräfte gebündelt, vorbildlich zusammengearbeitet und viele Maßnahmen gemeindeübergreifend umgesetzt.

Weitere Empfehlungen zu Ihrem Thema
Das Infoportal LAND wird gefördert von der BAYERISCHEN VERWALTUNG FÜR LÄNDLICHE ENTWICKLUNG    Ländliche Entwicklung in Bayern