Projektansicht

Kernthemen

Kurzporträt

Geschichte des Objektes

Im 18. Jahrhundert entstand die alte Schule in Kimratshofen als Schul- und Mesnerhaus. Das Gebäude erfuhr im Anschluss eine wechselvolle Geschichte: bis 1923 Schulhaus, danach Wohnhaus und zuletzt wurde das Gebäude nur noch teilweise genutzt. Seit dem Jahr 2000 war der Abriss bereits beschlossen, ein neues Pfarrheim sollte an selber Stelle entstehen. Die Diözese leistete jedoch keine finanzielle Unterstützung zum Neubau. Dazu kam der große Einsatz von Kreisheimat- und Kirchenpflegerin für den Erhalt des Gebäudes. So fiel die Entscheidung, die alte Schule zu erhalten und zu sanieren. Eine Vielzahl von Veranstaltungen, die zum Spendensammeln genutzt wurden, schufen den finanziellen Grundstock für das Projekt.

Die alte Schule wurde sehr sorgsam mit viel Eigenleistung und Gemeinschaftsarbeit saniert. Dabei wurde besonderer Wert auf den weitgehenden Erhalt der bestehenden Ausstattung gelegt. Der Versammlungsraum und die Gruppenräume entstanden im ehemaligen Stadelteil.

Seit seiner sorgfältigen Sanierung des Gebäudes wirkt das Gebäude als öffentlich dörflicher und kirchlicher Begegnungsraum – als gemeinsamer Lebensmittelpunkt im Ort. Die Baukosten der Sanierung einschließlich Haustechnik, Ausstattung und Nebenkosten konnten unter den ursprünglichen Neubaukosten gehalten werden.

Sanierungsgeschichte

Planung und Partner

  • Architekturbüro Wollmann/Waltenhofen, in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt in München und dem Architekturbüro Schmidbauer/Füssen
  • Weitere Planungen Elektro-, Heizung- und Sanitätsplanung, Überprüfung der Statik durch regionale Ingenieurbüros und andere Firman
  • Handwerksbetriebe, primär aus der Region

Bauverlauf und Besonderheiten

  • Weitgehender Erhalt der ursprünglichen Ausstattung: Türen, Fenster, Dielenböden, Täfelung der ehem. Wohnung, Öfen, Wandfassungen, der barocke Dachstuhl, Treppe
  • Dämmung der Holzdecken
  • Erhalt des sehenswerten Kirchenensembles
  • Ehemaliger Stadelteil: Erhalt der Dachkonstruktion und der Stützen der westlichen Giebelwand, Neugestaltung als Versammlungs- und Gruppenräume
  • Außenverschalung des ehemaligen Stadelteils mit Holz
  • Auftragsvergabe vor allem an Firmen vor Ort

Bauzeit

  • Baubeginn September 2009; Ende der Sanierungsmaßnahme September 2010.
  • Die Einweihungsfeier der neuen Begegnungsstätte fand am 05. Juni 2011 statt.
Finanzierung

Baukosten, Auflagen, Konditionen

Gesamtkosten: 734.700 €, davon Baukosten 693.680 € und Einrichtung 41.020 €

Fördermittel- und Zuschüsse

  • Fördermittel:
    • Diözese Augsburg BFK 385.500 €
    • Amtes für Ländliche Entwicklung Schwaben100.000 €
    • Markt Altusried 100.000 €
  • Eigenanteil der Pfarrei durch Sammlungen und Spenden 100.000 €
  • Sonstige Aktivitäten der Kimratshofener 76.200 €
  • Eigenleistung 1.180 freiwillige Arbeitsstunden

Meilensteine

Auszeichnungen und Preise
  • Sonderpreis des Bezirks Schwaben für denkmalpflegerische Sanierung wertvoller Bausubstanz
  • Staatspreis 2011 „Dorferneuerung und Baukultur“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Resümee

Ansprechpartner

Bauherren
Katholische Kirchenstiftung St. Agatha
Objektadresse:
Oberhofen 1
87452 Kimratshofen

Tel.: 08373 / 8832

Kernthema: Baukultur

Die alte Schule in Kimratshofen, einem Ortsteil der Gemeinde Altusried, Landkreis Oberallgäu in Schwaben, wurde bereits im 18. Jahrhundert als Schul- und Mesnerhaus errichtet. Das Gebäude wurde im Laufe der Jahre sehr unterschiedlich genutzt und sollte abgerissen werden. Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung hatten das Ziel, ein neues Pfarrheim an selber Stelle zu verwirklichen.

Doch schließlich kam alles anders. Finanzielle Gründe sowie persönliches Engagement führten zur Entscheidung, die alte Schule zu sanieren und Gelder zu sammeln. Das Gebäude wurde liebevoll saniert und dient heute als Ort der Begegnung.


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