Projektansicht

Kurzporträt

Die Gemeinde Mauth-Finsterau, Landkreis Freyung-Grafenau, befindet sich im östlichsten Niederbayern an der Grenze zu Tschechien und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nationalpark Bayerischer Wald sowie zum Nationalpark Sumava. Die Gemeinde hat 2300 Einwohner und setzt sich aus neun Ortsteilen zusammen.
Seit 2014 stagniert die Bevölkerung und steigt die letzten Jahre wieder leicht an. Der Niedergang der Holz verarbeitenden Industrie und der Textilindustrie führte zu einem großen Verlust an Arbeitsplätzen. Vor allem die Generation im arbeitsfähigen Alter wanderte ab, die Geburtenrate sank deutlich. Darüber hinaus bereiteten die Leerstände im Ortskern zunehmend Probleme, zudem war die Nahversorgung durch den Verlust der Kaufkraft gefährdet. In der Folge kam das dörfliche und kulturelle Leben sowie das Vereinsleben der Gemeinde fast vollständig zum Erliegen.
Der Strukturwandel in der Landwirtschaft, die damit einhergehenden Hofaufgaben und die Ausweisung von Flächen für Neubauten am Ortsrand verstärkten die Leerstandsproblematik im Ort. Zusätzlich drohte die historisch gewachsene Kulturlandschaft zu verbuschen. Der Versuch, den Wirtschaftszweig Tourismus zu entwickeln, gelang nur in sehr begrenztem Maße. Im Ortsteil Finsterau stand die Asphaltierung der Ortsdurchfahrt durch das staatliche Bauamt an. Die Gemeinde nahm dies zum Anlass, sich zunächst mit der Dorfentwicklung auseinander zu setzen. 2006 wurde dann beim Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern ein Antrag auf Dorferneuerung gestellt.

Meilensteine

Bereits in der Vorbereitungsphase zur Dorferneuerung wurden vier Arbeitskreise gegründet. Die Mitglieder setzten sich intensiv mit der Situation in Finsterau auseinander, erste Handlungsfelder wurden definiert.

Weitere Meilensteine waren:
  • Selbständige Erarbeitung eines sog. „Innenentwicklungskonzeptes“ für Finsterau in vier Arbeitskreisen unter Beteiligung von Gemeinde und Bürgerschaft; Definition von Handlungsfeldern (2006)
  • Umsetzung erster Maßnahmen – zunächst ohne fachliche Begleitung
  • Auswahl als Pilotdorf für das Forschungsvorhaben des StMELF „Dorferneuerung 2010 – Zukunftskonzeption und -strategien der Dorferneuerung in Bayern“ mit dem Schwerpunkt der Dorferneuerung für eine Schrumpfungsgemeinde (2007)
  • Start des Pilotforschungsvorhabens mit intensiver fachlicher Begleitung durch Bereich Zentrale Aufgaben (BZA) der bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung, ALE Niederbayern, TU München und Planungsbüros
  • Zweitägige Kooperationskonferenz „Wirtschaft, Arbeit, Tourismus mit Herausbildung eines Arbeitsprogramms und einer Umsetzungsstruktur (2007)
  • Anordnung der Dorferneuerung im Ortsteil Finsterau (2009)
  • Starke Fokussierung der Inhalte auf Strukturverbesserungen in der Gemeinde
  • Aufbau einer Organisationsstruktur mit fachkompetenter Prozesssteuerung
  • Aktivierung der Bürger und gezielte Qualifizierungsmaßnahmen
  • Umbau der Schule in Mauth und Einrichtung einer Tagesbetreuungsstätte für Senioren
  • Gründung eines gemeindeübergreifenden Vereinsforums; Erarbeitung von Schwerpunktthemen
  • Beschluss zur Erstellung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes Freyung-Hohenau-Mauth-Philippsreut mit Unterstützung des ALE Niederbayern (März 2011)
  • Gründung des Dorfvereins Finsterau für den Betrieb des Generationenhauses
  • Wiedereröffnung "Haus der Generationen" als Kultur - und Begegnungsstätte (2016)
  • Fertigstellung des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) mit insgesamt 6 Gemeinden (2016)
  • Öffentliche Anerkennung: Förderpreis für kommunale Seniorenpolitik durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (2010)
  • Öffentliche Anerkennung durch den Staatspreis 2017 - Dorferneuerung und Baukultur - für das hohe Engagement der Bürger für den Umbau der Schule zum "Haus der Generationen"

Resümee

Der Gemeindeentwicklungsprozess in Mauth-Finsterau besticht durch die überwältigende Mitarbeit seiner Einwohner und die kompetente Prozesssteuerung durch begleitende Planungsbüros und die Kommune. Gemeinsam ist es gelungen, eine Aufbruchstimmung herbeizuführen und die Zusammenarbeit der Vereine und Ortsteile in der Gesamtgemeinde deutlich zu verbessern. Die zunehmende Überalterung der Gemeinde sowie die rückläufigen Bevölkerungszahlen waren der Auslöser, flexible Lösungen für die verschiedenen Generationen zu erarbeiten und ein Miteinander der Generationen anzukurbeln. Die engagierte Seniorenpolitik hat mittlerweile Vorbildfunktion für andere Gemeinden. Trotz Schwierigkeiten beim Akquirieren von Finanzierungsmöglichkeiten konnte die alte Schule revitalisiert und in eine Tagesbetreuungsstätte für Senioren umgewandelt werden, in Finsterau wurde das "Haus der Generationen" eröffnet. Alle Aktivitäten finden ihren Ausdruck im Projekt "Marktplatz der Generationen" und werden laufend durch neue Ideen vervollständigt.

Die Einbindung der Gemeinde in diverse Projekte und Netzwerke des Nationalparks Bayerischer Wald, auch grenzüberschreitend nach Tschechien, führte zu einer touristischen Imageverbesserung (Innen- und Außenmarketing). Mauth-Finsterau verstand es, sich in die überregionale Tourismusstrategie zu integrieren und diese mit kreativen Projekten zu ergänzen. Auf diesem Weg entstanden neue Arbeitsplätze. Im Rahmen einer Neustrukturierung der Tourismusregion Nationalpark Bayerischer Wald engagiert sich Mauth-Finsterau derzeit mit den 11 Nationalparkgemeinden für die Gründung einer übergeordneten Tourismus GmbH. Die Gemeinde nutzt nun ihre Chancen und Potenziale, um den Strukturwandel aktiv und verantwortungsbewusst zu gestalten.

Ansprechpartner

1. Bürgermeister
Ernst Kandlbinder
Giesekestr. 2
94151 Mauth

Tel.: 0 85 57 / 96 00 - 0
Fax: 0 85 57 / 96 00 - 15
buergermeister@mauth.de
www.gemeinde-mauth.de

Kernthema: Innenentwicklung

Der Ortskern von Finsterau war geprägt von Leerständen. Die Fläche des ehemaligen Dorfwirtshauses liegt seit Jahren brach, das Gebäude der ehemaligen Schule stand leer.

Visionen & Ziele von Bürgern und Gemeinde
  • Erarbeitung eines Innenentwicklungskonzeptes
  • Grunderwerb im Ortskern
  • Ortskernbelebung: Schaffung einer Ortsmitte, Wiederbelebung der Brachflächen
  • Umbau der leer stehenden Schule in ein „Haus der Generationen und Regionen“,
  • Baubeginn Frühjahr 2012
  • Schaffung von Kommunikationspunkten
  • Sanierung der Ortsdurchfahrt (Staatsstraße), Realisierung 2014
  • Bewusstseinsbildung der Bürgerschaft und Motivation zur Mitarbeit

Besondere Maßnahmen und Aktivitäten
  • Kontinuierliche und offene Information der Bürger über den Projektfortschritt
  • Gründung und Besetzung der Arbeitsgruppen je Handlungsfeld: aktive Mitarbeit von über 60 Bürgerinnen und Bürgern
  • Überarbeitung des Flächennutzungsplans mit dem Ziel der Ortskernerhaltung, Lückenschließung und Vermeidung von Baulandausweisungen
  • Umnutzung der alten Schule in Finsterau zum Haus der Generationen; Baubeginn 2012, Fertigstellung 2013
  • Schaffung eines Vereinsforums zur Abstimmung zwischen den Vereinen
  • Planung zum Um- bzw. Rückbau der Staatsstraße sowie deren Neugestaltung (Baubeginn 2014)
  • Innenentwicklungskonzept für die brachliegende Ortsmitte in Finsterau inkl. Erweiterungsbau der Feuerwehr
  • Beginn der einfachen Dorferneuerung in Mauth
  • Abriss des alten Pfarrgebäudes in Mauth und Planung der neuen Dorfmitte an dessen Stelle (2013)
  • Umbau des ehem. Baumarktes in Mauth zum neuen Pfarrsaal (Einweihung 2013)

Erfolg

Die Auseinandersetzung mit den drängenden Themen im Bereich der Innenentwicklung führte zu einer Bewusstseinsbildung in Politik und Bürgerschaft.

Kernthema: Wirtschaft / Tourismus

Nach dem starken Arbeitsplatzverlust in der holzverarbeitenden und Textilindustrie soll der Weg des sanften Tourismus neue wirtschaftliche Impulse setzen. Die im Ort vorhandenen Klein- und Nahversorgungsbetriebe sollen gesichert werden.

Visionen & Ziele von Bürgern und Gemeinde
  • Aufbau eines regionalen Netzwerkes für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus
  • Bündelung der Kompetenzen bei Unternehmen, Verwaltung und Verbänden rund um die Beschäftigung
  • Vernetzung mit dem überregionalen Tourismuskonzept; eigene Profil- und Markenbildung
  • Vernetzung der Gewerbebetriebe in der Gemeinde
  • Beweidungskonzept: Offenhaltung der Flächen als Vermarktungskonzept für Fleischprodukte
  • Bewusstseinsbildung bei den Bürgern für heimische Produkte
  • Gründung einer Tourismus GmbH im Verbund mit den 11 Nationalpark-Gemeinden, welche die bisher bestehenden kommunalen Tourismusverbände ersetzen soll (geplant zum 01.01.2014)

Besondere Maßnahmen und Aktivitäten
  • Reaktivierung des Gewerbevereins (2010)
  • Errichtung der Nationalpark-Informationsstelle und des Tourismusbüros im ehem. Forstamtsgebäude von Mauth, betrieben von Gemeinde und Nationalparkverwaltung
  • „Kräuter-, Genuss- und Handwerkermarkt“: grenzüberschreitender Markt zur Einführung regionaler Produkte (seit 2008)
  • Aufbau eines Netzwerks von Regionalerzeugern sowie Vertrieb regionaler Produkte im Lebensmittelhandel: Kontakt und Verhandlungen mit Vertriebsagentur, Beratungsangebote hinsichtlich Sortiment, Kalkulation, usw.
  • Einführung einer Nationalpark-Gästekarte ab 2010: Vergünstigungen für Touristen, kostenlose Nutzung von Bahn und Igel-Bussen. 1996 Einführung des Igel-Bus-Systems im Bayerischen Wald. Erdgasbetriebene Busse bedienen die wichtigsten Ziele im Nationalpark. Erfolge: Reduzierung des Individualverkehrs sowie der Schadstoffbelastung. Auszeichnung des Verkehrssystems der Igelbusse durch den Verkehrsclub Deutschland VCD (1998)
  • Teilnahme an der Initiative „Tierisch Wild“ von deutschen und tschechischen Gemeinden des Bayer. Waldes: Gemeinsame Aufstellung als „tierisch wilde Nationalparkregion Bayerischer Wald und Sumava“

Kommunale Aktivitäten
  • Erstellung einer Online-Gastgeberdatenbank in der Gemeinde
  • Gesponserter Outdoor-Event von nationaler Bedeutung: Schneeschuhwanderungen, -wettbewerb mit Übernachtung in IGLU-Dörfern und Gründung einer „Outdoor-Firma“ (seit 2009)
  • Profilbildung als „Kräutergemeinde“ im Bayerischen Wald: Kräuterwanderungen unter fachkundiger Leitung, 15 Kräutergärten im Ort, Kräuterbetriebe mit Übernachtungsmöglichkeiten, kulinarische Kräutermenüs
  • Flyer „Mit allen Sinnen – Aufn Geschmack käma“: Werbeflyer für die auf dem Kräuter- und Handwerkermarkt angebotenen Waren, Beteiligung von 16 Betrieben
  • Sommererlebnis Schmugglerkurse: Freizeit-Programm für Kinder und Erwachsene (Schmugglertour, Nachtveranstaltungen, Lagerfeuer, usw.)
  • Kulturelle Veranstaltungen und Feste, z.B. Nacht der Chöre (2010)
  • Eröffnung des Freilichtmuseums Mauth-Finsterau: In alten Bauernhäusern und Höfen aus dem Bayer. Wald wird das ländliche Bauen, Wohnen und Wirtschaften in den Gebäuden erlebbar gemacht; konzipiert als großes Museum, verstreut in großen und kleinen Häusern. Teilnahme am Netzwerk Heimatmuseum: Zusammenschluss aller Museen des Museumslandes Bayerischer Wald
  • Eröffnung des Museums „Otterhaus Bayern“, das sich seinem Lebensraum und seiner Lebensweise widmet
  • Erarbeitung eines Beweidungskonzeptes zur Offenhaltung der Kulturlandschaft

Erfolg

Die Einbindung der Gemeinde in diverse Projekte und Netzwerke des Nationalparks Bayerischer Wald führte zu einer touristischen Aufwertung. Auf dieser Grundlage konnte Mauth-Finsterau an touristischer Attraktivität gewinnen, zahlreiche Projekte verwirklichen und seine regionale Wertschöpfung steigern. Auf diesem Weg entstanden zudem neue Arbeitsplätze. Mittlerweile verzeichnet Mauth bei einem Bestand von 1000 Betten ca. 70 000 Übernachtungen pro Jahr.

Kernthema: Miteinander

Die zunehmende Überalterung der Gemeinde und rückläufige Bevölkerungszahlen boten konkreten Anlass, flexible Lösungen für verschiedene Generationen zu entwickeln. Im Vordergrund der Bemühungen steht ein Miteinander von Alt und Jung, um auf diese Art und Weise wieder eine funktionierende Dorfgemeinschaft anzukurbeln.

Visionen & Ziele von Bürgern und Gemeinde
  • Zusammenarbeit der Vereine verbessern
  • Schaffung eines Ortes der Begegnung und des Miteinanders
  • Ansprechpartner für Senioren und individuelle Hilfestellungen
  • Austausch zwischen den Generationen, Haus der Generationen
  • Alleinlebende Menschen ansprechen, Vereinsamung vermeiden
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorantreiben
  • Einbeziehung der Jugend in dörfliche Aktivitäten wie z.B. das Maibaumaufstellen
  • Konzept "Marktplatz der Generationen"

Besondere Maßnahmen und Aktivitäten
  • Erarbeitung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts
  • Einrichtung einer Freiwilligenagentur
  • Gründung eines Seniorenbeirats: eigenständige Vertretung der Senioren mit zwei Sprechern (2009)
  • „Säumerblatt“: Informationsbroschüre über die aktuellen Projekte des Seniorenbeirats
  • Einrichtung einer Tagesbetreuungsstätte in einem leerstehenden Schultrakt in Mauth auf Initiative des Seniorenbeirats
  • Seniorenbetreuung an drei Tagen pro Woche unter Trägerschaft der Caritas (2010)
  • Infoabende für pflegende Angehörige
  • Installierung eines Seniorentaxis
  • Errichtung eines Seniorencafés sowie eines Seniorenclubs
  • Schaffung und Optimierung des Betreuungsangebotes für Vorschulkinder
  • Gründung eines gemeindeübergreifenden Vereinsforums
  • Errichtung eines Hauses der Generationen im Ortsteil Finsterau (Eröffnung 2013) mit Räumen der Begegnun für Kurse, Konferenzen und kulturelle Veranstaltungen
  • Anlegen eines Seniorenwanderweges
  • Verbesserung der Barrierefreiheit; Barrierefreies Rathaus
  • Ausbau der Tagesbetreuung für Senioren
  • Teil des vom Sozialministerium ausgeschrieben Projektes "Marktplatz der Generationen"
  • Innerhalb des Projektes besteht eine organisierte Nachbarschaftshilfe
  • Initiierung des Projektes "Mauth-Finsterau - Zukunft ohne Barrieren" (Untersuchen der gesamten Infrastruktur und öffentlichen Gebäuden im Hinblick auf Barrierefreiheit)
  • Gründung des Dorfvereins Finsterau für den Betrieb des Generationenhauses
  • Eröffnung des Hauses der Generationen (2013) als Kultur- und Begegnungsstätte für örtliche und regionale Aktivitäten mit Räume füt Veranstalungen , Azusstellungen, Schulungen usw. , sowie einer außen zugängige Elektrofahrradstation.

Erfolg

Vor allem in der kommunalen Seniorenpolitik hat Mauth-Finsterau mittlerweile eine Vorbildfunktion für andere Gemeinden übernommen. Durch den Seniorenbeirat kann gezielt für die Menschen gearbeitet werden. In den "Marktplatz der Generationen" werden laufend neue Ideen an den demographischen Wandel angepasst.

Kernthema: Interkommunale Zusammenarbeit

Unter dem Motto „Gemeinsam erreichen wir mehr“ haben sich 2011 die Stadt Freyung und die Gemeinden Mauth und Hohenau zu einer engen, gemeindeübergreifenden Kooperation im Rahmen eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) entschlossen. In das vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern unterstützte ILEK wurde 2013 die Gemeinde Philippsreut aufgenommen. Unter dem Namen „Wolfsteiner Waldberge“ erarbeiten die vier ILE-Gemeinden übergeordnete Entwicklungsstrategien, zum Beispiel im Bereich Naturschutz oder im Kampf gegen die Folgen des demografischen Wandels.

Visionen & Ziele von Bürgern und Gemeinden
  • Sicherung und Entwicklung der Region als Arbeits-, Lebens- und Erholungsraum
  • Erhalt und Steigerung der Lebensqualität in der Region
  • Verbesserung der regionalen Wertschöpfung, der landwirtschaftlichen Struktur, der touristischen Inwertsetzung und der Siedlungsstruktur
  • Stärkung der lokalen Identität und Anregung zu bürgerschaftlichem Engagement
  • Abstimmung sozialer, ökologischer und ökonomischer Belange
  • Stabilisierung und Ausbau sozialer, kommunaler und wirtschaftlicher Strukturen
  • Aufbau gemeindeübergreifender Bildungs-, Arbeits- und Freizeitangebote
  • Profilierung und Positionierung der ILE-Region „Wolfsteiner Waldberge“ in einer Europaregion Donau-Moldau

Besondere Maßnahmen und Aktivitäten
  • Erarbeitung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) mit dem Titel „Wolfsteiner Waldberge“ (2011 bis 2013)
  • Formulierung von fünf Handlungsfeldern:
    • Natur, Landschaft, ortsräumliche Siedlungsstruktur, nachhaltige Landnutzung
    • Demografische Entwicklung, Jugend, Senioren, Gesundheit, Ernährung
    • Tourismus, Wirtschaft, Handwerk, Energie
    • Bildung, Kunst, Kultur, regionale Identität
    • Grund- und Nahversorgung, Optimierung der kommunalen Dienstleistungs- und Versorgungseinrichtungen, Kommunikation, Marketing

Erfolg

Mit einer erfolgreichen Umsetzung der im ILEK „Wolfsteiner Waldberge“ festgelegten Entwicklungsziele kann es der Region gelingen, sich entsprechend ihrer geographischen Lage in der Mitte Europas attraktiv und zukunftsfähig zu präsentieren.

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