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  • ILE Holzwinkel-Altenmünster; Konzept für Kernwegenetz

    • Erstellungsdatum: 31.07.2018
    • Regierungsbezirk:
      Schwaben
Das Konzept der ILE Holzwinkel-Altenmünster ist das erste Ländliche Kernwegenetz-Konzept, das im Regierungsbezirk Schwaben erstellt wurde. Die ILE Holzwinkel - Altenmünster - verbunden in der interkommunalen Interessensgemeinschaft Entwicklungsforum Holzwinkel und Altenmünster e.V. - erstellten mit der BBV LandSiedlung seit Juli 2016 ein Konzept für den Erhalt und Ausbau ländlicher Wege. Ende Juni 2018 wurden die Untersuchungen abgeschlossen und vorgestellt.

Die Land- und Forstwirtschaft stellt eine tragende Säule im Raum Holzwinkel und Altenmünster dar und prägt das Landschaftsbild. Ein leistungsfähiges Wegenetz ist hierbei von großer Wichtigkeit. Die Anforderungen an ländliche Wege haben sich seit ihrem Bau aufgrund des Strukturwandels und des technischen Fortschritts der Landwirtschaft, aber auch aufgrund der zunehmenden Bedeutung für den Bereich Freizeit und Erholung deutlich geändert. Um die Land- und Forstwirtschaft auch in Zukunft auf einem hohen Leistungsniveau zu halten und die Pflege und den Erhalt der Kulturlandschaft zu gewährleisten, gleichzeitig aber auch die Multifunktionalität des Wegenetzes zu verbessern, setzten die sechs Gemeinden der Region - verbunden in der interkommunalen Interessensgemeinschaft Entwicklungsforum Holzwinkel und Altenmünster e.V. - ein Konzept für ein Ländliches Kernwegenetz um. Dabei wurden die Gemeinden vom Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben fachlich unterstützt und finanziell gefördert. Im Konzept wurden aber nicht nur die ländlichen Wege in den Gemeinden Adelsried, Altenmünster, Bonstetten, Emersacker, Heretsried und Markt Welden untersucht, sondern auch die verbindenden Wege in die angrenzenden Gemeinden Markt Zusmarshausen und Villenbach analysiert.

Mit dem Kernwegenetz-Konzept soll zukünftig ein bedarfsgerechter und nachhaltiger Erhalt und Ausbau wichtiger Wege sichergestellt werden. Ende Juni 2018 wurden die Untersuchungen abgeschlossen. Damit ist es das erste Ländliche Kernwegenetz-Konzept, das im Regierungsbezirk Schwaben erstellt wurde.

In einer Abschlussveranstaltung fasste Frau Wittich von der BBV LandSiedlung die wichtigsten Inhalte zusammen, bevor das Kernwegnetz-Konzept von den ILE-Bürgermeistern genehmigt wurde. Insgesamt wurden 70,26 km Wege der ländlichen Infrastruktur untersucht. Damit haben ländliche Kernwege einen Anteil von 47% an dem übergeordneten Straßennetz. Frau Wittich machte deutlich, dass der Untersuchungsraum durch inhomogene Geländegegebenheiten wie auch landwirtschaftliche Nutzungsschwerpunkte und Betriebsstrukturen geprägt ist. Der hohe Waldanteil und die Topographie der Region bedingten daher eine unregelmäßige Maschendichte an Hauptwegen.

Auf der Netzstruktur aufbauend wurde jeder Kernweg in regionalen Arbeitskreis-Sitzungen und Befahrungen nach seinem technischen Zustand und der Bedeutung für die Region in zeitliche Prioritäten eingestuft. Zu Kernwegen der höchsten Priorität wurden 27,67 km Wege erklärt. Im Rahmen der Konzepterstellung zeigte sich des Weiteren, dass sich altersbedingt bei über der Hälfte dieser Priorität 1-Kernwege ein Ausbaubedarf ergibt. Der Markt Welden wird nun als erste Gemeinde eine Maßnahme umsetzen und zwei Kernwege baulich ertüchtigen.
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