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Kurzporträt

Die oberfränkische Gemeinde Feilitzsch liegt im nördlichen Landkreis Hof und zählt knapp 3000 Einwohner in insgesamt sieben Ortsteilen (Feilitzsch, Zedtwitz, Forst, Schollenreuth, Unterhartmannsreuth, Münchenreuth, Kreuzlein). Feilitzsch liegt im Grünen und dennoch nur knapp sieben Kilometer von der Stadt Hof entfernt mit Anschluss an drei Autobahnen und zwei Bundesstraßen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Lage in der Region Bayerisches Vogtland in Grenznähe zu Thüringen und Sachsen. Die gute Ortslage sowie das ausgeprägte Vereinsleben sind Gründe dafür, dass die Menschen gerne hier wohnen und dass Feilitzsch sich zu den Wachstumskommunen im Landkreis Hof zählen darf. Die Gemeinde engagiert sich stark für die Aufwertung ihrer Ortsmitte und musste daher eine zukunftsfähige Lösung für ein leerstehendes Anwesen an zentraler ortsbildprägender Stelle finden.

Meilensteine

Im Zuge der 2004 eingeleiteten Dorferneuerung wurden, unter Einbeziehung der Bürger, zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um das Ortsbild von Feilitzsch aufzuwerten. Eine Bedarfsanalyse ergab, dass besonderes Augenmerk auf Innenentwicklung und Nahversorgung zu legen ist.

Weitere Meilensteine waren:
  • Erwerb des leerstehenden Anwesens „Jahn“, eines Dreiseithofs aus dem Jahr 1871, in zentraler Ortslage durch die Gemeinde
  • Renovierung des zweigeschossigen Wohnhauses unter Erhalt der alten Bausubstanz; Abriss der beiden eingeschossigen Scheunen- und Stalltrakte und Errichtung zweier zeitgemäßer Gebäude
  • Einrichtung eines Gemeinschaftsraumes für Vereine, Seniorenarbeit der Diakonie und Veranstaltungen wie Hutzn- und Filmabende sowie eines Raumes für die Jugend im gesamten Obergeschoss (2012)
  • Eröffnung von Einkaufsmöglichkeiten in Form eines Bäcker- und eines Metzgerladens sowie eines Friseurgeschäftes; Angebot eines Mittagstisches und Sitzgelegenheiten im Freien
  • Dorfgerechte Neugestaltung der Ortsstraßen in Feilitzsch mit Ausbau von Gehwegen, Brückenneubau und Schaffung von Sitzbereichen
  • Rück- und Umbau der Ortsdurchfahrt Zedtwitz mit Schaffung von Kommunikationsbereichen auf dem Inselring
  • Neubau von zwei Kinderspielplätzen in Feilitzsch und Unterhartmannsreuth im Rahmen einer bayernweit ausgeschriebenen 72-Stunden-Aktion unter dem Motto „Wir für’s Land“ mit starker Beteiligung der Landjugend
  • Öffentliche Anerkennung: Staatspreis 2013 Dorferneuerung und Baukultur, Sonderpreis

Resümee

Die Gemeinde Feilitzsch ruht sich nicht auf ihrer positiven Einwohnerstatistik aus und ist weiter darum bemüht, die Lebensverhältnisse in allen Ortsteilen zukunftsfähig zu gestalten. Mit gezielten Maßnahmen zur Innenentwicklung und Nahversorgung macht sich Feilitzsch fit für die Zukunft und schafft Anreize, damit die junge Bevölkerung im Ort wohnen bleibt. Im Zuge der Dorferneuerung wurden städtebaulich problematische Bereiche umgestaltet und die Innenentwicklung durch die Nutzung leerstehender Bausubstanz gestärkt. Eine gelungene Maßnahme ist die Revitalisierung eines leerstehenden Dreiseithofs an zentraler und ortsbildprägender Stelle und die Umfunktionierung zu einem multifunktionalen Ortszentrum mit Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten. Dieses hat sich zu einem Anziehungspunkt für Betreiber und Besucher entwickelt und ist beispielgebend für die Innenentwicklung und die Daseinsvorsorge von Dörfern, was mit dem bayerischen Staatspreis gewürdigt wurde.

Ansprechpartner

1. Bürgermeister Fancisco Hernandez Jimenez
Hauptstr. 28
95183 Feilitzsch

Tel.: 0 92 81 / 73 51 - 10
Fax: 0 92 81 / 471 83
buergermeister@feilitzsch.de
www.feilitzsch.de

ghsw Architekten
August-Mohl-Str. 13
95030 Hof

Tel.: 0 92 81 / 540 07 - 0
Fax: 0 92 81 / 540 07 - 20
info@ghsw.de
www.ghsw.de

Kernthema: Innenentwicklung

Im Rahmen der Dorferneuerung legte die Gemeinde Feilitzsch Wert auf eine zusammenhängende dorfgerechte Ortsgestaltung und die Aufwertung der Kernbereiche um das Rathaus.

Visionen & Ziele von Bürgern und Gemeinde
  • Stärkung der Dorfgemeinschaft durch Schaffung neuer Treffpunkte
  • Belebung des Ortskerns um das Rathaus
  • Revitalisierung leerstehender Gebäude
  • Erweiterung und Verbindung bestehender Grünzonen
  • Sicherung der Daseinsvorsorge
  • Förderung der Kreativität und Bürgerbeteiligung im ländlichen Raum


Besondere Maßnahmen und Aktivitäten
  • Revitalisierung des leerstehenden Anwesens „Jahn“ im Ortszentrum Feilitzsch: Renovierung des zweigeschossigen Wohnhauses unter Erhalt der alten Bausubstanz; Abriss der beiden eingeschossigen Scheunen- und Stalltrakte und Errichtung zweier zeitgemäßer Gebäude
  • Einrichtung eines Gemeinschaftsraumes für Vereine, Seniorenarbeit der Diakonie und Veranstaltungen wie Hutzn- und Filmabende sowie eines Raumes für die Jugend im gesamten Obergeschoss (2012)
  • Eröffnung von Einkaufsmöglichkeiten in Form eines Bäcker- und eines Metzgerladens sowie eines Friseurgeschäftes; Angebot eines Mittagstisches und Sitzgelegenheiten im Freien
  • Einrichtung einer behindertengerechten öffentlichen WC-Anlage
  • Vollausbau der Regnitzstraße in Feilitzsch mit Gestaltung der Randbereiche und Neubau einer Brücke
  • Neugestaltung der Hauptstraße in Feilitzsch mit Gehwegen und Platzgestaltung am Rathaus
  • Neubau von zwei Kinderspielplätzen in Feilitzsch und Unterhartmannsreuth im Rahmen einer bayernweit ausgeschriebenen 72-Stunden-Aktion unter dem Motto „Wir für’s Land“ mit starker Beteiligung der Landjugend
  • Rück- und Umbau der Ortsdurchfahrt Zedtwitz mit Schaffung von Kommunikationsbereichen auf dem Inselring
  • Anlage von Kommunikationsbereichen am Dorfteich in Schollenreuth
  • Entsiegelung und Begrünung der Randbereiche in den Ortsstraßen und Plätzen
  • Renovierung und Neunutzung von Gemeinschaftshäusern und -räumen für die Bürger in Feilitzsch und Unterhartmannsreuth

Erfolg

Der Gemeinde Feilitzsch ist es gelungen, das Ortszentrum auf einprägsame Art neu zu definieren und gestalterisch aufzuwerten, unter anderem durch eine verbesserte Verkehrssicherheit und die Anlage von Kommunikationsbereichen. Mit der Schaffung von Einkaufsmöglichkeiten und dem Bau von Gemeinschaftshäusern und Kinderspielplätzen sorgt die Gemeinde dafür, dass sich die Bürger im Ort wohl fühlen und nicht abwandern.

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