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Kernthemen

Kurzporträt

Das ehemalige Wohnstallhaus wurde schon im 15. Jahrhundert erstmals bezeugt und von 1750 stammt die bauliche Information „geschroten aus Holzbalken“. Nach mehreren Umbauten entsprach das langgestreckte Gebäude weder dem originalen Erscheinungsbild noch modernen Wohnbedürfnissen. Der Verkauf brachte eine positive Wendung. Heute ist das schmucke, ehemalige Wohnstallhaus eine geräumige Heimat für die siebenköpfige Familie und bietet noch eine Einliegerwohnung für Feriengäste

Geschichte des Objektes
Das Haus wurde schon im 15. Jahrhundert erstmals bezeugt und von 1750 stammt die bauliche Information „geschroten aus Holzbalken“, also ein Holzblockhaus, das als Wohnstallhaus genutzt wurde. Mitte des 19. Jh. wurde das Untergeschoß aufgemauert und um 1928 das Obergeschoß umgebaut. Letztlich entsprach das langgestreckte Gebäude weder dem originalen Erscheinungsbild noch modernen Wohnbedürfnissen. Der Verkauf des alten Wohnstallhauses an den heutigen Besitzer, der auch die benachbarte Landwirtschaft umtreibt, brachte eine positive Wendung. Das herunter gekommene Objekt wurde liebevoll saniert und ist zwischenzeitlich mehrfach preisgekrönt. Heute ist das schmucke, ehemalige Wohnstallhaus eine geräumige Heimat für die siebenköpfige Familie und bietet noch eine Einliegerwohnung für Feriengäste (www.wolfrum-tiefengruen.de).

Motivation
Die Hauptgründe für den Erwerb und die Sanierung des alten Wohnstallhauses waren zunächst die beengten Wohnverhältnisse der siebenköpfigen Familie in einer Dachgeschosswohnung und zudem die direkte Nähe zum eigenen landwirtschaftlichen Anwesen. Die Gebäude um das alte Wohnstallhaus herum wurden schon 1980 in den Familienbesitz gekauft. 2001 konnte der Landwirt und heutige Eigentümer auch das Wohnstallhaus hinzukaufen, mit der Maßgabe, dem ehemaligen Besitzer dafür ein lebenslanges Wohnrecht einzuräumen.

Sanierungsgeschichte

Planung und Partner
Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken

Bauverlauf und Besonderheiten
  • Letztlich waren es viel Zeit und viele Helfer, die bis auf die Installation von Heizung, Sanitär und Fenstern, alle Arbeiten in Eigenleistung ausgeführt haben. Der Baustoff Schiefer gibt der Adresse „Schieferbruchweg“ alle Ehre und wurde bewusst gewählt, da er ganz in der Nähe als regionstypisches Baumaterial gewonnen wird.
  • Fassade
    • Die alte Eternitverkleidung wurde komplett entfernt und im Erdgeschoß durch einen Putz mit Anstrich, im Obergeschoß je etwa zur Hälfte durch eine Holzverschalung und eine regionaltypische Schieferverkleidung ersetzt.
    • Die Fensteröffnungen blieben erhalten während die Holzfenster und Holztüren selber erneuert wurden. Die Gewände der Fenster und Türen aus Granit wurden wieder sichtbar gemacht.
    • Die nicht verputzten Bereiche erhielten eine Wärmedämmung.
  • Dach
    • Die kleinen Dachgauben blieben erhalten.
    • Das Dach erhielt eine Schieferdeckung.
  • Erdgeschoß
    • Hier wurden die Räume nach zeitgemäßen Ansprüchen saniert.
    • Eine in den 60er Jahren eingebaute Garage wurde zum Heizungsraum umgebaut.
    • Die Decke musste bis auf einen massiven Deckenbalken komplett erneuert werden.
  • Obergeschoß
    • Das Obergeschoß wurde komplett entkernt.
    • Der Zugang zur Einliegerwohnung erfolgt über eine Außentreppe aus Holz.
  • Die Hofstelle und der Garten wurden mit ortstypischen Pflanzen gestaltet und dafür prämiert.
Bauzeit
Aufgrund der umfangreichen Eigenleistungen hat der Umbau relativ lange gedauert, von Anfang 2001 bis Ende 2006.

Finanzierung

Gesamtkosten: etwa 212.000 €.
Zuschüsse durch das ALE Oberfranken: ca. 18.900 €

Meilensteine

Auszeichnungen und Preise
  • Staatspreis im Wettbewerb Staatspreis 2009 „Dorferneuerung und Baukultur“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
  • 1. Preis beim Fassadenwettbewerb der Gemeinde Berg, 2007.
  • Auszeichnung im Rahmen der Dorferneuerung im Bezirk Oberfranken, 2008, für „vorbildliche Sanierung vorhandener Bausubstanz zu Wohnzwecken“.

Resümee

SDL-Inform
„Es kommt zusammen, was zusammen gehört“, mit diesem Satz kann man diese gelungene Sanierung beschreiben. Grundlegend war dabei der Verkauf des alten Wohnstallhauses, der den Weg für eine Sanierung erst möglich gemacht hat. Die viele Eigenleistung hat zwar die Bauzeit etwas länger werden lassen, dafür haben die Eigentümer wohl eine ganz besondere Beziehung zu Ihrem neuen Heim aufbauen können. Die Kombination der verschiedenen Fassadenmaterialien ist überaus gelungen, ebenso die liebevolle Gestaltung der Hofstelle. So ist dies ein motivierendes Beispiel dafür, wie mit überschaubaren Kosten und viel Eigenleistung ein altes Haus wieder zu neuem Leben erweckt werden kann.

Ansprechpartner

Beate und Peter Wolfrum
Objektadresse:
Schieferbruchweg 2
Tiefengrün
95180 Berg

Tel.: 0 92 93 / 75 42

Kernthema: Baukultur

Das ehemalige Wohnstallhaus wurde schon im 15. Jahrhundert erstmals bezeugt und von 1750 stammt die bauliche Information „geschroten aus Holzbalken“. Nach mehreren Umbauten entsprach das langgestreckte Gebäude weder dem originalen Erscheinungsbild noch modernen Wohnbedürfnissen. Der Verkauf brachte eine positive Wendung. Heute ist das schmucke, ehemalige Wohnstallhaus eine geräumige Heimat für die siebenköpfige Familie und bietet noch eine Einliegerwohnung für Feriengäste

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